Institut für Neuropathologie

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Autoimmunität im Zentralnervensystem

Infektionen, häufig viraler Natur, gehen intracerebralen Autoimmunreaktionen häufig voraus und können diese auslösen. Autoimmunreaktionen können gegen verschiedene zentralnervöse Zellpopulationen gerichtet sein. Während die Mechanismen, die zu einer Autoimmunreaktion gegen Markscheiden und Oligodendrocyten führen, intensiv erforscht sind, ist noch weitgehend unbekannt, unter welchen Bedingungen eine Autoimmunreaktion gegen zentralnervöse Neurone ausgelöst werden kann.

Um diesen Fragenkomplex zu untersuchen, haben wir ein transgenes Mausmodell etabliert, in dem Ovalbumin als (Auto)Antigen selektiv in Neuronen exprimiert wird. Die zerebrale Infektion mit Ovalbumin-exprimierenden Listerien führt zu einer Immunpathologie, die sich klinisch in einem ataktisch-paretischen Syndrom äußert. Als pathogenetisch entscheidende Zellpopulation mediieren Listeria-spezifische CD8+ T-Zellen die gegen Nervenzellen gerichtete Autoimmunreaktion und führen zu einer Apoptose vor allem spinaler Motoneurone. Aktuelle Studien befassen sich mit der Aufklärung der Mechanismen der gegen zentralnervöse Neurone gerichteten Autoimmunreaktion.